Die Proteinversorgung der Zukunft

Die Lebensmittelindustrie

Ressourcenverbrauch vom Rohstoffanbau bis zum fertigen Produkt

Die Lebensmittelproduktion beansprucht weltweit über 30% der eisfreien Erdoberfläche, 70% des verfügbaren Frischwassers, 30% des Transportsektors und 20% der erzeugten Energie. Eine nachhaltige Produktion von Lebensmitteln für weitere 2,3 Milliarden Menschen erfordert sowohl eine soziale, als auch eine industrielle Anpassung. Aus Sicht von Umwelt und Ernährung ist die Proteinversorgung hierbei das zentrale Thema. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Produkte tierischen Ursprungs einen unverhältnismäßig hohen Einfluss auf den Verlust der Artenvielfalt, die Verfügbarkeit von Frischwasser, den Klimawandel und viele weitere Bereiche haben.

 

Quellen: Steinfeld, H., Gerber, P., Wassenaar, T., Castel, V., Rosales, M., & De Haan, C. (2006). Livestock's long shadow: Environmental issues and options. Rome, Italy: FAO.

 

   World Eisfrei

  

 über 30% der eisfreien Erdoberfläche 

 

 

Frischwasser

 

 

  70% des verfügbaren Frischwassers 

 

 

 

Transportsektor

 

  

  30% des Transportsektors 

 

 

 

Energie

 

  

   20% des Energieverbrauchs 

 

 

 

» ... There‘s no way to produce enough meat for 9 billion people. Yet we can‘t ask everyone to become vegetarians. We need more options for producing meat without depleting our resources.«

Bill Gates »Future of Food«

Umwelteinflüsse tierischen Proteins

Der Hunger nach Land

Die Umwandlung von pflanzlichen zu tierischen Proteinen ist naturgemäß sehr ineffizient. Im Schnitt werden durch den tierischen Stoffwechsel 6 Kilo pflanzliches in lediglich 1 Kilo tierisches Protein umgewandelt. Dies hat zur Folge, das gerade mal 15% von Energie und Proteingehalt der Ursprungspflanze beim Menschen ankommen. Korrekt: 85% gehen verloren.

Weltweit werden 40% des angebauten Getreides und 75% des Sojas an Tiere verfüttert. In einem FAO Report wird der Flächenverbrauch in diesem Kontext wie folgt zusammengefasst: »Die Viehwirtschaft ist mit Abstand der größte anthropogene Nutzer von Land. Alles in allem beansprucht die Erzeugung von Nutztieren 70% aller landwirtschaftlichen Flächen, sowie 30% der eisfreien Erdoberfläche.«

Resourcenverbrauch

 

 

Quellen: 1) Aiking, H., Future Protein Supply, Trends in Food Science & Technology 22 (2011) 112-120 (original manuscript)